
Um die Größe deines Surfboards auszuwählen, geh von deinem Gewicht, deinem Können und dem gewünschten Boardtyp aus. Vergleiche anschließend Länge, Breite, Dicke und Volumen der ausgewählten Größe. Deine Körpergröße in Zentimetern liefert zusätzliche Orientierung, reicht aber allein nicht aus, um die passende Boardlänge abzuleiten.
Ein 7'6 kann ein zugängliches Board für deine Fortschritte sein oder ein Modell, das dich beim Lernen noch überfordert. Ein kürzeres Board kann auch mehr Volumen haben als ein langes, dünnes Board. Hier erfährst du, wie du die Maße liest und zwischen den Größen wählst, ohne dich allein auf die Fußangabe zu verlassen.
Wie liest man die Größenangaben eines Surfboards?
Die Maße werden üblicherweise in Fuß und Zoll angegeben. Eine Angabe wie 7'6 × 21 1/2” × 2 7/8” bezeichnet in dieser Reihenfolge die Länge, die maximale Breite und die maximale Dicke.
Die Länge 7'6 bedeutet 7 Fuß und 6 Zoll, nicht 7,6 Fuß. Ein Fuß entspricht 30,48 cm und ein Zoll 2,54 cm. Die Länge beträgt hier 228,6 cm.

Wie vielen Zentimetern entsprechen die gängigen Größen?
| Angegebene Länge | Länge in cm, auf ganze Zentimeter gerundet |
|---|---|
| 5'6 | 168 cm |
| 6'0 | 183 cm |
| 6'6 | 198 cm |
| 6'8 | 203 cm |
| 7'0 | 213 cm |
| 7'2 | 218 cm |
| 7'6 | 229 cm |
| 8'0 | 244 cm |
| 8'6 | 259 cm |
| 9'0 | 274 cm |
Diese Tabelle rechnet Einheiten um. Sie empfiehlt keine Länge anhand von Können oder Gewicht.
Was ist der Unterschied zwischen Länge, Breite, Dicke und Volumen?
Die Länge trägt zum Gleiten beim Paddeln bei und beeinflusst die Handlichkeit sowie das Kurvenverhalten. Die Breite und ihre Verteilung bestimmen die Auflagefläche mit. Die Dicke beeinflusst das Volumen und das Profil der Rails. Das Volumen, angegeben in Litern, dient als Anhaltspunkt für den Auftrieb.
Diese Eigenschaften müssen zusammen betrachtet werden: Ein dickes Board mit schmaler Nose und kurzer Auflagefläche verhält sich anders als ein langes, breites Board mit demselben Volumen. Auch der Rocker, also die Krümmung des Boards in der Seitenansicht, beeinflusst das Gleitverhalten.
Sollte man nach Körpergröße oder nach Gewicht wählen?
Das Gewicht ist ein wichtiger Anhaltspunkt, um zu prüfen, ob das Board genügend Auftrieb bietet. Körpergröße, Körperbau und Beweglichkeit des Surfers beeinflussen Komfort und Gleichgewicht, liefern aber keine allgemeingültige Formel.
Zwei Personen mit einer Körpergröße von 1,80 m können 65 bzw. 90 kg wiegen. Auch zwei Surfer mit 80 kg können ganz unterschiedliche Bedürfnisse haben, wenn einer gerade das Aufstehen lernt und der andere mehrmals pro Woche surft.
Welches Board solltest du bei einer Körpergröße von 1,70 m oder 1,80 m wählen?
Wähle nicht automatisch ein 6'0-Board, nur weil es etwa 1,83 m lang ist. Eine Länge nahe deiner Körpergröße kann für bestimmte Einsatzbereiche kurzer Surfboards passen, ist aber keine gute allgemeine Faustregel zum Lernen.
Die hilfreiche Frage lautet: „Welche Maße ermöglichen es mir auf meinem aktuellen Level, zu paddeln, Wellen zu erwischen und an meiner Linienwahl zu arbeiten?“ Anschließend solltest du diese Antwort mit dem Einsatzbereich des Modells abgleichen.
Welche Surfboardgröße solltest du bei 60, 70, 80 oder 90 kg wählen?
Das Gewicht allein reicht nicht aus, um eine Länge in Fuß zu empfehlen. Wähle für deine Statur zunächst einen Boardtyp, der zu deiner Surfpraxis passt, und prüfe dann die verfügbaren Maße und das Volumen.
| Situation | Was du vorrangig vergleichen solltest |
|---|---|
| 60 bis 70 kg und erste Sessions | Anfängerfreundlichkeit des Einsteigermodells, Auflagefläche und Volumen; ein geringes Gewicht allein rechtfertigt kein kurzes Board |
| 80 kg und in der Lernphase | Ausreichend Länge, Breite und Volumen zusammen; die bloße Angabe „7'6“ garantiert keinen Komfort |
| 90 kg oder mehr | Empfohlener Gewichtsbereich, großzügige Maße und Volumen der gewählten Größe; fehlende Maße nicht allein durch mehr Dicke ausgleichen |
| Selbstständig surfender Surfer, unabhängig vom Gewicht | Vergleich mit dem aktuellen Board, gewünschter Surfstil und Empfehlungen des Herstellers |
Den Gewichtsbereich in einem Herstellerdatenblatt solltest du zusammen mit dem Einsatzbereich und dem empfohlenen Level betrachten. Er garantiert nicht, dass ein Modell für alle Surfer innerhalb dieses Bereichs gleich einfach zu fahren ist.
Wie passt du die Maße an dein Level an?
Wie viel Komfort du brauchst, verändert sich mit deinem Können. Ob du regelmäßig in eine Welle kommst, sagt mehr aus als die Anzahl der Jahre seit deiner ersten Session.
Für die ersten Sessions: auf eine große Auflagefläche achten
Ein langes, breites Einsteigerboard mit ausreichend Volumen erleichtert in der Regel das Paddeln und das Halten des Gleichgewichts. Die Länge sorgt für gleichmäßiges Gleiten; die Breite bietet Stabilität beim Aufstehen.
Vergleiche Softboards für Einsteiger nach ihrem Einsatzbereich und ihren genauen Maßen. Ein kleines Schaumstoffboard bleibt kurz: Seine weiche Oberfläche macht es nicht so anfängerfreundlich wie ein großes Schulungsboard.
Wenn du dein allererstes Surfboard auswählst, ist unser Ratgeber für die Wahl eines Surfboards für Anfänger ergänzt diese Orientierungshilfen um die Wahl der Bauweise und der Ausrüstung.
Für Surfer, die Fortschritte machen: behalten, was das Anstarten erleichtert
Wenn du bereits ungebrochene Wellen surfst und die Richtung halten kannst, möchtest du vielleicht mehr Kontrolle in den Turns. Dafür muss das Board nicht unbedingt deutlich kürzer werden.
Ein auf Fortschritte ausgelegtes Modell kann eine andere Outline, andere Rails oder ein anderes Tail haben und trotzdem beim Paddeln gut gleiten. Mit Funboards und Mini-Malibus lassen sich solche Kompromisse vergleichen.
Du erwischst deine Wellen schon selbstständig? Unser Ratgeber zu Surfboards für Surfer mit mittlerem Können hilft dir, den Shape auszuwählen, bevor du seine Maße genauer festlegst.
Für gelegentliches Surfen: etwas Komfortreserve einplanen
Bei wenigen Sessions pro Jahr bleibt weniger Zeit, um die Paddelausdauer und die Routine beim Take-off aufrechtzuerhalten. Ein anspruchsvolles Board kann bei einer guten Session funktionieren, aber frustrierend werden, wenn du müde bist oder die Wellen wenig Kraft haben.
Schau bei zwei passenden Größen desselben Modells genau hin, was dir die großzügigere Variante tatsächlich bietet: zusätzliche Länge, Breite, Volumen und Einsatzbereich. Die größere ist nicht automatisch besser, aber ein Vergleich lohnt sich, wenn dir vor allem ein einfaches Handling wichtig ist.
Ändert sich die richtige Länge je nach Boardtyp?
Ja. Die Maße sind nur im jeweiligen Einsatzbereich aussagekräftig. Beim Wechsel vom Funboard zum Fish eine kürzere Länge zu wählen, ist nicht dasselbe, wie beim gleichen Modell eine Größe kleiner zu nehmen.
Fish und Shortboard: nicht die Länge eines anderen Boardtyps übernehmen
Manche Fishboards sind kurz und breit, mit einer Volumenverteilung, die das Gleiten unter den für das Modell vorgesehenen Bedingungen unterstützt. Ihre geringe Länge kann bereits eine sichere Positionierung und gutes Gleichgewicht erfordern.
Bei Shortboards sind die Unterschiede in Breite, Rocker und Volumen wichtig. Ein 6'0 für kleine Wellen und ein 6'0 für Performance sind nicht austauschbar.
Longboard : Auch nach dem Surfstil auswählen
Die Länge eines Longboards wählst du zusammen mit seiner Breite, seinem Gewicht, seinem Rocker und seinem Einsatzbereich. Ein Modell für Schritte auf dem Board und Noseriding zielt nicht auf genau dasselbe Fahrverhalten ab wie ein stärker auf Manöver ausgelegtes Longboard.
Vergleiche die Longboards anhand des Stils, den du surfen möchtest. Ihre Länge macht sie nicht automatisch zu Boards, die in allen Wellen leicht zu surfen sind.
Wenn du noch zwischen den Boardtypen schwankst, hilft dir unser Ratgeber So wählst du dein Surfboard aus, den Einsatzbereich einzugrenzen, bevor du die Maße auswählst.
Ist ein 7'6 mit allen anderen 7'6 vergleichbar ?

Nein. Nehmen wir zwei Versionen des Torq Mod Fun : Der Hersteller gibt folgende Maße an.
| Version | Länge | Breite | Dicke | Volumen |
|---|---|---|---|---|
| Mod Fun TET | 7'6 | 21 1/2” | 2 7/8” | 52,4 L |
| Mod Fun mit weichem Deck | 7'6 | 21 7/8” | 3 1/8” | 58 L |
Bei gleicher Länge unterscheiden sich Breite, Dicke und Volumen. Auch die Bauweise variiert. Einfach „ein 7'6“ zu wählen, ohne die Version anzugeben, beschreibt das gesuchte Board also nicht ausreichend.
Diese Angaben dienen als Vergleichsbeispiel, nicht als pauschale Empfehlung für ein bestimmtes Körpergewicht. Quellen : Torq Mod Fun TET und Torq Mod Fun mit weichem Deck.
Wie entscheidest du dich zwischen zwei Größen desselben Modells ?
Prüfe zuerst, was sich tatsächlich ändert. Innerhalb einer Modellreihe bringt die nächstgrößere Größe nicht immer nur mehr Länge mit : Auch Breite und Dicke können sich ändern.
Beim Torq Mod Fun TET zum Beispiel wird das 7'2 mit 47,2 L angegeben, gegenüber 52,4 L beim 7'6. Die Breite steigt von 21 1/4” auf 21 1/2”, die Dicke von 2 3/4” auf 2 7/8”. Bei der Wahl geht es also um mehrere Maße gleichzeitig.
Stell dir drei Fragen :
- Was schränkt mich aktuell ein ? Wenn du den Take-off verpasst oder beim Paddeln schnell Kraft verlierst, prüfe zuerst, wie leicht sich das Board surfen lässt, bevor du ein kürzeres wählst.
- In welchen Wellen werde ich das Board nutzen ? Gute Gleiteigenschaften und Auftrieb können bei kraftlosen Wellen hilfreich sein ; schnellere Wellen verlangen auch nach einem Shape, der passende Kontrolle bietet.
- Habe ich ein vergleichbares Board ausprobiert? Eigene Erfahrungen sind eine wertvolle Grundlage, um Zahlen richtig einzuordnen.
Der Tipp von HawaiiSurf
Notiere die Maße des Boards, auf dem du dich wohlfühlst, und passe dann die einzelnen Kriterien mit einem klaren Ziel an. Wenn du gleichzeitig ein deutlich kürzeres Board, weniger Volumen und einen schmaleren Shape wählst, kann es schwierig werden, die Auswirkungen des Wechsels nachzuvollziehen. Vergleiche, was dir die einzelnen Modelle für dein aktuelles Surfen bringen.
Welche Anzeichen können auf ein zu kleines Board hindeuten?
Mühsames Paddeln, wenige erwischte Wellen und Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht können darauf hindeuten, dass das Board zu anspruchsvoll ist. Diese Anzeichen können aber auch an deiner Positionierung, Technik, Müdigkeit oder den Bedingungen liegen. Probiere ein einfacher zu surfendes Board in vergleichbaren Wellen aus und hol dir Rat, bevor du das Problem allein auf die Länge zurückführst.
Kann ein Board zu groß sein?
Ja, je nach Einsatzbereich oder Einschränkungen: Es kann schwer zu tragen, zu lagern oder zu transportieren sein, sich in Turns sperrig anfühlen oder nicht zum gewünschten Surfstil passen. Ein großes Board bleibt aber sinnvoll, wenn es zu deiner Art zu surfen passt. Die ideale Größe ist ein Kompromiss und kein Wettlauf um das kürzeste Surfbrett.
Was solltest du vor dem Kauf der gewählten Größe prüfen?
Prüfe die Maße und das Volumen der genauen Variante, den vom Hersteller vorgesehenen Einsatzbereich und die benötigten Finnen. Achte auch darauf, ob sich das Board gut transportieren und lagern lässt.
Vergleiche zum Schutz deines Boards die Boardbags und achte dabei sowohl auf die passende Länge als auch auf die Breite. Zwei Boards mit gleicher Länge können unterschiedlich geschnittene Boardbags benötigen.
Wenn die Maße feststehen, sicherst du dir mit den Surfsets bei HawaiiSurf −10% beim Kauf eines Boards und eines Finnensets. Prüfe das Finnenkastensystem und das empfohlene Finnensetup, damit alles zusammenpasst.
Als Spezialist für Boardsport seit 1976 unterstützt dich HawaiiSurf bei dieser Wahl. Vergleiche die Maße der Surfbretter anhand deiner Körpergröße und deines Gewichts, deiner Erfahrung und deiner üblichen Sessions.
